• Auslober: Stadt Nürnberg
    Ort: Reichsparteitagsgelände Nürnberg, Deutschland
    Wettbewerb: 2017
  • Das inhaltliche Programm, das im Wesentlichen aus dem Dokumentationszentrum, der Wechselausstellung, der Begegnungs- und Verbindungszone und dem Lern- und Studienforum besteht, soll um eine zusätzliche Funktion – eine Veranstaltungsebene – erweitert werden. Die Fortführung der Entwurfsidee des Projektes von 2001, die sich in folgenden Überlegungen darstellt, ist unser Ziel: „Die Architektur des rechten Winkels – als Aufarbeitung der Geschichte und die Architektur der neuen Hoffnung – das Zerbrechen der historischen Achsialität“.
    Die Begegnungszonen sowie alle Bewegungen haben die aufgelösten, dekonstruktivistischen Winkelbezüge und entmachten somit die Monumentalität. Der Durchbruch ins Erdgeschoß, mit der Fortsetzung der bestehenden Stiege, ermöglicht die vertikale Verbindung vom Veranstaltungsbereich zum Ausstellungsbereich des Dokumentationszentrums. Dieser Durchbruch sowie die Öffnung zum Standartenhof und die Öffnung der Fassade als betonter Eingang zum Vorplatz bringt Licht in die bisher finsteren Räume im Sockelgeschoß. Gleichzeitig werden dadurch Ausblicke und Durchblicke freigegeben – vertikal über Pfahl, Kino bis zum Studienforum, horizontal zum Vorplatz und in den Standartenhof.
    Der neue Veranstaltungssaal ist stützenfrei für flexible Teilung/ flexible Nutzung, die mobilen Trennwände können alle zur Seite verschoben werden, sodass aus Veranstaltungssaal und Foyer ein großer Veranstaltungsraum entsteht, der für vielfältige Veranstaltungen außerhalb der regulären Betriebszeiten des Museums genutzt werden kann. Der ursprüngliche Zustand des Raumes soll erlebbar bleiben. Wände und Decke bleiben in der vorhandenen Materialität erhalten. Die sechs Stützen im Veranstaltungsraum werden mittels sichtbaren, brandgeschützten Stahlträgern ausgewechselt, um eine flexible, großzügige Raumnutzung zu gewährleisten.

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände – Ausbau