• Auslober: Kepler Universitätsklinikum GmbH
    Ort: Linz, Österreich
    Wettbewerb: 2015, Anerkennungspreis
  • Das Bauvolumen ist gegliedert in einen zweigeschoßigen Flachbau, der im Norden die Flucht der Blutzentrale und im Osten die Flucht des AKH aufnimmt und in welchen zur natürlichen Belichtung der Innenzonen drei Atrien unterschiedlicher Größe eingeschnitten sind. Im Süden sitzt auf dem Flachbau über die gesamte Länge ein viergeschossiger, dreihüftig organisierter Riegel auf – die Dachzentralen darüber springen allseitig zurück – wodurch straßenseitig ein sechsgeschossiges Erscheinungsbild entsteht. Das Abrücken der Straßenflucht von der bestehenden Tiefgarageneinfahrt schafft einen großzügig dimensionierten Vorplatz sowie eine repräsentative Eingangszone – als sozialer und kultureller Identifikationsort für das gesamte Klinikareal.
    An ein großzügiges Entree mit Verteilerfunktion und ausreichend Warteflächen für Studenten schließen alle öffentlichen Funktionen an: Portier, Servicebereich, Cafe, ÖH und Veranstaltungsraum – mit den gekoppelten, zusammenschaltbaren Hörsälen. Der Veranstaltungssaal ist zweigeschoßig ausgebildet, eine Wendeltreppe als „Stiegenskulptur“ leitet weiter zur Bibliothek, die als Galerie gestaltet und zum Vorplatz hin orientiert ist. Im Anschluss an das Foyer ist im Erdgeschoß die allgemeine Lehre situiert.
    Die drei unterschiedlich begrünten Innenhöfe, die in wechselnder Folge Nutzräume und Erschließung belichten, brechen die lineare Erstreckung, schaffen eine Verschränkung von Innen und Außen und erzeugen differenzierte, abwechslungsreiche Ein- und Ausblicke. Die vier Außenfassaden sollen einheitlich mit einer diaphanen Haut aus Glas bzw. einer Textur aus Metall gestaltet werden – vertikale, drehbare Sonnenschutzlamellen mit fotorealistischem Siebdruck bzw. differenziertem Lochbild. Die Aufstockung wird in Stahlbetonskelettbauweise errichtet.

KEPLER UNIVERSITÄTSKLINIKUM LINZ